Im gut gefüllten Gemeindesaal der Salvatorgemeinde nahmen Hildegard Bentele und ihre SPD-Gegenkandidatin Melanie Kühnemann neben Raimund Baier auf dem Podium Platz, um sich den zahlreichen Fragen der Bürgerinnen und Bürger zu stellen. Zu insgesamt vier Themenblöcken galt es Rede und Antwort zu stehen: Soziales, Bildung, Sicherheit und Lokales.

Neben Fragen zur öffentlichen Sicherheit oder zu sozial gerechten Mieten – Themen, die immer mehr auch in den Randbezirken Berlins ihren Raum finden –, nahm doch gleich zu Beginn der Veranstaltung die wie ein Damoklesschwert über allem schwebende Thematik zur Dresdner Bahn einen zentralen Platz in der Diskussion ein. Während Hildegard Bentele die seit jeher eindeutige Positionierung der CDU für die Tunnellösung auch hier erneut bekräftigen konnte, war die SPD-Gegenkandidatin bemüht, die nachwievor fehlende Unterstützung vonseiten der Senatsverwaltung auf die anfängliche Sachunkenntnis des erst seit gut anderthalb Jahren tätigen Stadtentwicklungssenators Geisel zu schieben. Angesichts er überregionalen Bedeutung des Dresdner-Bahn-Projekts ließ Hildegard Bentele diesen Argumentationsversuch jedoch nicht gelten: „Wenn die SPD die Tunnellösung wirklich so unbedingt will, wie Frau Kühnemann vorgibt, ist mir wirklich schleierhaft, weshalb die Regierenden Bürgermeister der SPD – Wowereit und Müller, beide aus Tempelhof-Schöneberg! – in den letzten 15 Jahren dann nicht schon längst ein Machtwort gesprochen haben.“ Wenn es kein klares Signal aus Berlin gäbe, so Bentele, sei die Entscheidung von Bahn und Bund für die günstigere oberirdische Variante doch nicht wirklich überraschend.

Nach zwei Stunden intensiv geführter Diskussion fand die Veranstaltung einen geselligen Ausklang bei einem kalten Buffet und Getränken und noch weiteren angeregten Unterhaltungen zwischen der CDU-Direktkandidatin und den Gästen der Veranstaltung.

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