++ Hochbegabten-Schulplätze bedarfsgerecht ausbauen, Beratungsgespräche anbieten, transparentes Fördersystem etablieren

Hildegard Bentele, bildungspolitische Sprecherin der CDU-Fraktion Berlin, erklärt:

"700 nachgewiesen kognitiv hochbegabten Kindern stehen nur 400 Hochbegabten-Schulplätze in Schnell-Lernklassen gegenüber. Berlin schafft es seit Jahren nicht, über 40 Prozent dieser Schüler in eine entsprechende Förderung zu bringen. Wir haben diese ideologisch motivierte Beschränkung immer kritisiert.

Deshalb muss der Senat in Zukunft als Mindestmaßnahme allen nachgewiesen hochbegabten Kindern und ihren Eltern Beratungsgespräche über Förderungsmöglichkeiten anbieten und Hochbegabten-Schulplätze entsprechend der Nachfrage bereitstellen. Talent darf nicht verloren gehen.

Es war höchste Zeit, dass sich der Bund in die Hochbegabtenförderung eingeschaltet hat, denn die Senatsstellen sind, was die Hochbegabtenförderung anbetrifft, eine ,black box‘, wie meine Anfrage zeigt. Weder über Beratungsgespräche, noch über die Vermittlung in Förderprogramme, die Durchführung von Tests oder Teilnahmen an Fortbildungen sind Daten bekannt. Hier besteht ebenfalls dringender Handlungsbedarf. Auch an den Berliner (Exzellenz!-) Universitäten scheint das Thema Hochbegabung leider weder in Forschung noch Lehre besondere Beachtung zu finden."

Vorheriger Beitrag Nächster Beitrag