Grüne Bildungspolitik, naiv bis gefährlich

++ Grüne zeigen bei Schulgesetzänderung und Parteitag ihr wahres politisches Gesicht

Hildegard Bentele, bildungspolitische Sprecherin der CDU-Fraktion Berlin, erklärt:

„Die Berliner Grünen haben auf ihrem Parteitag am Wochenende das Qualitätsproblem der Berliner Schule erkannt, insbesondere der Grundschule. Herzlich Willkommen in der Berliner Realität.

Geradezu bizarr mutet die grüne Verherrlichung der Gemeinschaftsschule an, die in anderen Bundesländern schon längst entzaubert wurde, und das Ignorieren von eindeutigen wissenschaftlichen Befunden, wie die Vorteile leistungshomogener Lerngruppen belegen.

Bei der Diskussion um die umfangreichen Schulgesetzänderungen der letzten zwei Wochen hätten die Grünen Akzente für eine Qualitätssteigerung setzen können, haben hierbei jedoch völlig versagt:

  • Gemeinschaftsschulen ordentlich wissenschaftlich evaluieren und als nur begrenzt sinnvolles pädagogisches Konzept freiwillig lassen: abgelehnt! Kein Widerspruchsrecht für Eltern, stattdessen Zwangsverpflichtung aufgrund des Wohnorts.

  • Inklusive Schwerpunktschulen auch für emotional und sozial auffällige Kinder, der größten Gruppe förderungsbedürftiger Schüler: abgelehnt! Stattdessen Beschulung in vollen Regelklassen ohne ausreichende personelle und räumliche Kapazitäten bei gleichzeitiger Abwicklung der Förderzentren.

  • Abbau der Hürden für ein leistungsfähigeres Gymnasium (Verleihung MSA bei Versetzung in Klasse 11, Abschaffung der Schulplatzverlosung, Verkürzung des Probejahrs): abgelehnt!

  • Einführung einer echten Integrierten Sekundarschule (‚Schule für alle"‘ durch die Aufnahme von einem Drittel leistungsstarker, einem Drittel mittelstarker und einem Drittel leistungsschwacher Schüler: abgelehnt!

  • Steigerung der Grundschülerleistungen durch ein engeres Lernmonitoring (zentrale Vergleichsarbeiten in Klasse 4): abgelehnt!

  • Vermeidung von Qualitätseinbußen durch die Kontrolle der Gewährung von ,Nachteilsausgleich‘: abgelehnt!“

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