++ Schuljahresbeginn 2018/19: Bildungsnotstand in Berlin weitet sich aus
++ Schulen brauchen Lehrer, keine unerfahrenen Studenten
Burkard Dregger, Vorsitzender der CDU-Fraktion Berlin, und Hildegard Bentele, bildungspolitische Sprecherin der CDU-Fraktion Berlin, nehmen Stellung zum Schulstart 2018/19.

Hildegard Bentele: „Berlins Schulen stecken in einer tiefen Krise, Bildungssenatorin Scheeres ist schon lange überfordert. Zum Start des neuen Schuljahres zeigt sich einmal mehr: Es wird nur noch notdürftig geflickt, wo dringender Reformbedarf besteht. So wird unser Berliner Bildungssystem immer weiter abgewirtschaftet.

Eklatantes Beispiel dafür ist die aktuelle Personalplanung: 2018 reichen auch 738 Quereinsteiger nicht mehr aus, um die 2700 offenen Stellen abzudecken. Nun sollen zusätzlich 915 Personen, die gar kein Fach der Berliner Schule studiert haben, sowie semesterweise Studenten unsere Kinder unterrichten. Der Bildungsnotstand in Berlin weitet sich damit aus.“

Burkard Dregger: „Die SPD-Senatorin hat es auch als langjährige Wissenschaftssenatorin versäumt, rechtzeitig die Weichen zu stellen: Es wurden zu wenig Plätze für Lehramtsstudenten und Referendare eingerichtet. Lehrer in Berlin werden im Gegensatz zu den meisten anderen Bundesländern nicht verbeamtet. Da nützt es wenig, wenn die Koalition ihr Füllhorn über Lehrkräfte von Problemschulen ausschüttet. Sie hat immer noch nicht begriffen, worauf es wirklich ankommt.

Einmal mehr enttäuscht Scheeres als Bildungssenatorin. Auch die Kita-Krise hat sie zu verantworten. Seit mehr als 20 Jahren SPD-Verantwortung in der Berliner Bildungspolitik verschlechtern sich die Zukunftschancen unserer Kinder.

Die Ausflüchte und die Unwilligkeit von Senatorin Scheeres sind unerträglich: Wir fordern Senatorin Scheeres zum Rücktritt auf und von der SPD die Abgabe des Bildungsressorts.“

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