Heute habe ich mir zum sonnigen Frauentag eine exklusive Führung durch Lichtenrade mit Stadtführerin Marina Heimann gegönnt. In eineinhalb Stunden haben wir einen Parforceritt durch die Lichtenrader Geschichte, seine Infrastruktur- und Verkehrsentwicklung, seine Architektur und seine Persönlichkeiten gemacht.

Lehmiger Boden, der kaum Ernten hergab und das Wasser staute, Schmiede, die mit Naturalien bezahlt wurden, die Tram, die auf dem Lichtenrader Damm fuhr, die bis zur Wende bestausgestattete Frühchen-Station Deutschlands, Zwangsarbeiterlager, die moderne Poststation, die widerspenstigen Schwanenpärchen vom Dorfteich, die umgewandelten früheren Bauernhäuser dort, das Wirken von Hermann Wundrich - und vieles, vieles Interessante mehr haben wir gestreift.

Wie wunderbar, wenn man sich einmal ganz zwecklos auf den Ort einlassen kann, und wie wunderbar, dass es Leute wie Marina Heimann und bspw. die Geschichtswerkstatt gibt, die an der Identität ihrer Heimat mitwirken.

Mit einem Kaffee bei Dunja Stipic im Kaffeehaus Lichtenrade, habe ich mich in die Wirklichkeit der jetzigen und in den nächsten Jahren von massivem Umbau bedrohten Bahnhofstrasse zurückgebeamt.

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